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 Kuss privat und beruflich                    

Zunächst war ich Bauhilfs- und Fabrikarbeiter, danach Sozialhelfer und Streetworker mit Obdachlosen und Problemfamilien in sozialen Brennpunkten europäischer Großstädte. Dann tingelte ich einige Jahre durch viele unterschiedliche Berufe und Länder und sammelte Erfahrungen, die an keiner Schule gelehrt werden. Nach etlichen Praktika im Medienbereich folgten Europa-Einsätze für Presse, Radio und TV. Dazwischen erschienen Sachbücher, Reportagen und Kurzgeschichten. Es folgten Europa-Seminare an Bildungseinrichtungen. Seit 2004 lebe ich in Berlin und arbeite verstärkt im literarischen Bereich. Das Ziel: "Geschichten mitten aus dem Leben! Anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur mit sozialen und psychologischen Aspekten verknüpfen".   

Etwas ausführlicher:

Nachdem meine Mutter und ich Hunger und Elend der Nachkriegszeit in Westdeutschland erlebt hatten, flog ich wegen Aufmüpfigkeit von der Schule und wurde - mit einiger Logik - zunächst Bauhilfs- und Fabrikarbeiter; erst danach erfolgte die Mittlere Reife an einer Schule der DDR und dort Umschulung zum Heimerzieher. Nach den DDR-Studien und nach der Rückkehr in die Bundesrepublik kamen Tätigkeiten als Sozialarbeiter mit Problemfamilien in Hamburg und Berlin, sowie als Streetworker in europäischen Großstädten, wo ich mich mit unvererbesserlichen Drogen- und Alkoholabhängigen so lange amüsierte, bis ich mich fragte, wie lange es noch dauern und ich selbst in der Klapsmühle landen würde.

Viel Spaß machten mir die rund 300 Seminare und Vorträge, die ich zu Auslands- und Berufsfragen an verschiedenen Bildungseinrichtungen durchgeführt habe. Für jemand wie mich, der gerne mit Menschen arbeitet und - unter anderen Berufswünschen  (z.B. Fotograf) - am liebsten Lehrer geworden wäre, war dies ein besonderes Erfolgserlebnis.

Vorbilder:

Zu meinen LieblingsautorInnen zähle ich - mal querbeet und auszugsweise - die "Klassiker" Jack London, Jules Verne und John Steinbeck, die mich früh zum Lesen gebracht und auf die Welt neugierig gemacht haben; Jean Paul Sartre, der mich zum Existenzialismus und nach Frankreich führte, Isabelle Allende, die mir aufzeigte, wie man politisch engagiert und menschlich aufrichtig sein kann, ohne Gefühle und Erotik zu vernachlässigen; Johannes Mario Simmel, der mit Schlichtheit und Volksnähe verzwickte Themen einfach und verständlich aufzeigen konnte und selten bei Kritikern, dafür umso mehr beim Publikum ankam; Kurt Tucholksky, der trotz seiner Tragik mich noch immer zum Schmunzeln bringen kann; Erich Kästner, der meine Kindheit und Jugend - glücklicherweise - beeinflusst hat; Simone de Beauvoir, die mir geholfen hat, Frauen einigermaßen zu verstehen; Ilja Ehrenburg trotz oder gerade wegen seiner Widersprüchlichkeit, und sogar Erica Jong und Charles Bukowski, die mich gelehrt haben, dass es bei den Amis nicht nur Heuchler gibt. 

Außerdem:

Zum Thema "bevorzugte Zeitungslektüre und gesellschaftliche Gesinnung": Müsste ich zwischen taz und FAZ entscheiden, wäre meine Sympathie wohl eher bei der Berliner taz-Genossenschaft als beim Frankfurter Bildungsbürgertum der FAZ.

Ich schreibe "Geschichten mitten aus dem Leben" und verbinde populäre Unterhaltungsliteratur mit Tiefgang und Anspruch, bzw. mit sozialen und psychologischen Aspekten. Denn zwischen dem Mief einiger TV-Sender oder den Verdummungen und Vereinfachungen einer Rosamunde Pilcher einerseits, und Handke oder Grass andererseits, sollte es auch sozial, politisch und psychologisch Anspruchsvolles fürs breite Publikum geben. 

Aber hier scheint mir zwischen den Extremen banalster Unterhaltung und hochintellektueller Literatur eine Lücke in der Unterhaltungsliteratur zu klaffen. Diese Lücke möchte ich mit meinen "Geschichten aus dem Leben" ausfüllen. 

Als Autor arbeite ich nicht mit einstudierten und vorgefertigten Schablonen, sondern aus der Intuition und vor allem aus der Erfahrung des Lebens heraus. Von "wissenschaftlicher" Literatur habe ich wenig Ahnung, dafür vom Leben etwas mehr. Aus diesen Erfahrungen und Beobachtungen sind meine Geschichten gemacht. 

Ich halte mich für kritisch und bin nicht ganz pflegeleicht, kann aber ein guter Kumpel für Leute sein, die ohne Heuchelei und Intrigen auskommen. Alt- und Neonazis und ähnliche Stammtischstrategen gehören mit Sicherheit nicht zu meinen Sympathieträgern. Wer mich als unkritischen Ja-Sager haben möchte, sollte lieber gleich Lotto spielen; dort sind die Chancen größer.

Gerne hocke ich in Straßenbistros oder treibe mich auf Großstadtbahnhöfen, Flughafenterminals, Autobahnraststätten und in Gerichtssälen herum; also überall, wo man Menschen und das Leben finden kann (mit Ausnahme von Kaufhäusern, vor denen ich einen Horror habe). 

Ich habe einen Hund in der Familie und eine Katze im Garten, die - wenn sie Lust und nichts anderes zu tun hat - nur zum Fressen kommt, bin im Tierschutz, bei Arbeitsloseninitiativen, bei der Berliner Volkssolidarität, in Jugend- und Seniorenclubs sowie im Antifaschismus engagiert, spiele recht gerne Skat, mag Lieder von Schubert, Musik u.a. von Brahms und Scarletti; kann mich aber auch für die Verspieltheit von Mozart oder Emanuel Bach, wie auch für die Lebhaftigkeit  Beethovens begeistern, langweile mich aber auch nicht bei Andrea Berg, Reinhard May, Simon & Garfunkel, Hannes Wader, Edith Piaf bis Joan Baez und ich liebe die jiddische Schtetel-Musik "Klezmer".

Für meine Nachbarn freue ich mich, wenn Union Berlin gewinnt, obwohl ich ansonsten den Profi-Fußball für eine identitätslose, aber lukrative Show halte. Ich interessiere mich eher für Psychologie und gesellschaftliche Fragen und bin - noch immer - neugierig auf Menschen.

                                                                                                                                                                        

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